Driving home for Christmas

Nach Hause läuft das Pferd immer schneller.

Um die Mittagszeit treffen wir in Sofia ein. Die Stadt hat uns gut gefallen und auch auf Jori und seine Familie vom VW Bus Club freuen wir uns. Im März war der Plan noch ein anderer, an eine Rückkehr nach Bulgarien war nicht zu denken.
Jori präsentiert uns stolz den fertig restaurierten T3 syncro, welcher im März noch nackt in der Werkstatt stand. Neu lackiert in weiß-orange glänzt er in der Sonne. Robert ist sofort verliebt, so ähnlich wie bei mir und Pedro. Nach einer Probefahrt ist es gänzlich um Robert geschehen. Er hat große Schwierigkeiten Sofia ohne diesen Traum in orange-weiß zu verlassen und verspricht: "Wir kommen wieder und holen dich ab!"


T3 syncro, Bj 1991
Schau mir in die Augren kleines!
Caravelle GL Multivan
 


Es ist der 16. Dezember, seit 365 Tagen leben wir nun im Bus. 12 Monate auf engstem Raum.
Zur Feier des Tages beziehen wir am Nachmittag ein kleines gemütliches Apartment im Skigebiet Kopaonik in Serbien. Die Gastgeber sind zwei coole Typen welche ein Hostel mit internationalen Gästen betreiben. Cosmo genießt es in vollen Zügen, so wie wir.
Robert träumt immer noch vom Skifahren, doch auch hier haben wir kein Glück. Die Schneeverhältnisse sind nicht berauschend und bei mir bahnt sich eine Erkältung an.
Auch am ROTZi gehen über 50.000 Kilometer, ein Jahr durch alle Klimazonen nicht spurlos vorüber. Das Getriebe macht ein paar Zicken im Rückwärtsgang. Wir üben Gelassenheit und sind uns sicher, dass er auch die letzten Kilometer durchhält. Nach unserer Rückkehr wird er auf Herz und Nieren vom Getriebeumbauer in Tschechien geprüft.
Wir bleiben noch bis morgen und genießen die Sonne und den Schnee zu Fuß. Nachts ist es eiskalt, die Tankheizung saugt ganz schön an der Batterie, dass unser Wasser im Tank nicht einfriert. 

Hallo Serbien
ÜN 365 & 366, Apartment Kopaonik
herrliche Aussicht
weitblick


Im Delirium bekomme ich nur halb mit, dass wir Ungarn schon hinter uns gelassen haben.
Mein Wunsch einmal nach Wien zu fahren geht heute in Erfüllung. Trotz meiner Erkältung schleppen wir uns auf einen kleinen Weihnachtsmarkt und spazieren etwas durch die malerische Altstadt.
Der wiener Dialekt klingt wie Musik in meinen Ohren, die Menschen sind entspannt und freundlich.

Willkommen im Burgenland
"Pfiat Di" Wien
Stephansdom
wie in vergangenen Zeiten


Keine 24 Stunden später kommen wir mitten in der Nacht in Nufringen an. Nach der längsten Etappe von 1.600 Kilometern nehmen uns Mama, Oma und Papa überrascht und glücklich in die Arme. Cosmo weiß gar nicht wie ihm geschieht, er ist sichtlich verwirrt.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.